Nach Avatar ging die 3D Welle in den Kinos erst so richtig los, wer wollte diesen Film noch toppen? Die Handlung von Avatar war sicherlich nicht die Beste, aber das Paket einmalig. Da waren die Erwartungen an den Film „Drachenzähmen leicht gemacht“ doch recht hoch.

Zunächst einmal die Handlung:

Er ist ein junger Wikinger, der sich so gar nicht anschickt ein echter Wikinger zu werden, zu hübsch, zu schmächtig und zu intelligent, alles Tugenden die es für einen Feldkrieger nicht braucht. Auch wenn er der Sohn des Stammesoberhauptes ist, er wird von allen ausgelacht, die Rede ist von „Hicks“, dem Hauptdarsteller in diesem Trickfilm.

Hicks ist ein Erfinder der es seinem Vater zeigen möchte. Er baut eine Maschine um den gefürchteten schwarzen Drachen zu erlegen, doch alles kommt anders als er denkt. So macht er sich daran, die Fehde zwischen Drachen und Wikingern in eine neue Richtung zu lenken und all die Irrtümer aufzudecken. Dadurch erarbeitet er sich auch die Liebe der schönsten jungen Wikinigerin im Dorf.

Dreamworks hat hier die nächste Stufe des 3D Erlebnisses in die Kinderherzen gezaubert. Der Film ist sehr kurzweilig und trotz der sinnlichen Handlung schaffen kleine Kinder ebenso wie Erwachsene den Spaß perfekt zu genießen.

Die 3D Effekte sind in sehr großen Teilen wirklich gelungen, einzig  bei schnellen Szenenwechsel ist es nur schwer möglich, dem Bild auf der Leinwand zu folgen und dabei auch alles zu erkennen. So gibt es Szenen in denen man erst das Bild erkennt, wenn der Kameraschwenk komplett abgeschlossen ist  (gemeint ist die Szene, in der alle Schiffe zum zweiten Mal auslaufen um die Drachen zu besiegen). Ansonsten absolut gelungene Effekte und sehr viel Liebe zum Detail (was sich unter anderem bei den Bewegungen der Haare…. bemerkbar macht).

Auch der Sound ist bis ins Detail durchdacht und lässt einen doch immer wieder einmal kurz erschaudern, wenn die Drachen Feuer speien und Häuser treffen.

Die Wikinger sind Mannen wie man sie aus den Sagen kennt: groß, kräftig und furchteinflößend, mit Bart und Armen wie die Beine eines Elefanten. Sie strotzen vor Kraft und Mut. Witzig ist der Dialekt der sehr Norddeutsch klingt. Die Wikinger bekommen einen recht friesischen Touch ins Dialekt gepackt und man sieht sich doch gleich an Werner erinnert.

Anders als bei Avatar könnte man sich diesen Film zur Not auch in 2D anschauen, da der Film nicht so sehr vom 3D Erlebnis lebt aber der Mehrwert ist trotzdem genial und sollte nicht unterschätzt werden.

Einen ganz bitteren Beigeschmack liefern heute leider die Preise. An einem „Familien-Dienstag“ im Cinemaxx bzw. Cinestar klaffen die propagierten Preise auf deren Webseite um Nahezu 70% von denen an der Kasse auseinander. Zwei Erwachsene, zwei 12-Jährige sowie ein fünf Jähriger waren dann schon Mal 50,50 Euro Eintritt. Dann noch das Superpaket Popcorn (2 Cola + 1 Eimer Popcorn für drei) nochmal 10,50 Euro und man ist gleich bei 61,00 Euro. Für 98 Minuten tollem Kinovergnügen aber auch ein toller Preis. Wer das aber nur einmal im Monat macht sollte seinen Kindern und sich selbst diese 2 Stunden gönnen.

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