Autor: beteka

  • Zwischen Schuld, Selbsthass und Gewalt: Bernd Korz veröffentlicht mit „Hurensohn“ seine bislang unbequemste Indie-Rock-Single

    Zwischen Schuld, Selbsthass und Gewalt: Bernd Korz veröffentlicht mit „Hurensohn“ seine bislang unbequemste Indie-Rock-Single

    Mit seiner neuen Single „Hurensohn“ verlässt Bernd Korz bewusst die Komfortzone – musikalisch wie inhaltlich. Nach poetischen Veröffentlichungen wie „Sternenflüstern“, „Lebenszeichen“ oder „Komm lass uns tanzen“ zeigt sich der deutsche Singer-Songwriter diesmal roh, laut und kompromisslos.

    Der Titel provoziert. Und genau das soll er auch. Denn „Hurensohn“ ist keine Pose, kein kalkulierter Tabubruch und schon gar keine frauenfeindliche Parole. Der Song erzählt aus der Perspektive eines Täters – eines Menschen, der zwischen Selbsthass, Schuldumkehr und emotionaler Abhängigkeit gefangen ist.

    „Alle drei Minuten wird eine Frau Opfer häuslicher Gewalt. Mehr als 180.000 Frauen sind jedes Jahr in Deutschland betroffen.“ Diese Realität bildet den emotionalen Hintergrund des Songs. Statt Gewalt abstrakt zu behandeln, versucht Bernd Korz, die toxische Innenwelt eines Täters hörbar zu machen – unangenehm, widersprüchlich und ohne einfache Erlösung.

    Musikalisch bewegt sich der Song tief im Geist des deutschsprachigen Rock der 90er Jahre. Erinnerungen an Marius Müller-Westernhagen werden wach – an jene kompromisslosen, schmutzigen und emotional direkten Songs wie „Sexy“, „Geiler is’ schon“ oder „Es geht mir gut“. Genau dort setzt „Hurensohn“ an: dreckige E-Gitarren, druckvolle Drums, leidenschaftlicher Gesang und expressive Gitarrensoli tragen die emotionale Wucht des Textes.

    Dabei liegt die eigentliche Stärke des Songs in seiner Ambivalenz. Zeilen wie „Deine Liebe ist für mich alles wert“ wirken zunächst wie ein klassisches Liebesbekenntnis – bis klar wird, dass hier jemand versucht, seine eigene Gewalt emotional umzudeuten. Der Protagonist weiß, dass er zerstört. Und sucht dennoch nach Trost.

    Gerade diese psychologische Spannung macht „Hurensohn“ zu einem der mutigsten Songs von Bernd Korz bisher. Der Song will nicht gefallen. Er will konfrontieren. Mit einer Perspektive, über die selten gesprochen wird: wie Täter sich selbst sehen – und wie gefährlich genau das sein kann.

    „Hurensohn“ ist damit kein Song über Liebe. Sondern über die Unfähigkeit zu lieben, solange Gewalt, Kontrolle und Selbstzerstörung den Ton angeben.

    Musikalisch laut. Emotional unbequem. Gesellschaftlich relevant.

    Den Song gibt es auf allen gängigen Streamingplattformen. Hier ein Linktree

  • Leben(s)zeichen – Bernd Korz sendet leise Signale aus dem Zwischenraum von Abschied, Verletzlichkeit und Hoffnung

    Leben(s)zeichen – Bernd Korz sendet leise Signale aus dem Zwischenraum von Abschied, Verletzlichkeit und Hoffnung


    Mit seiner Debüt-EP „Leben(s)zeichen“ meldet sich der Singer-Songwriter Bernd Korz nicht mit einem lauten Auftakt, sondern mit einem stillen, beinahe tastenden Statement zurück. Die sechs Songs der EP wirken wie persönliche Notizen aus einer Zeit der Umbrüche – Momentaufnahmen zwischen Stillstand und Bewegung, zwischen Verlust und der vorsichtigen Rückkehr zum eigenen Inneren.

    Der Titel der EP trägt dabei bereits ihre zentrale Idee in sich: „Leben(s)zeichen“ ist zugleich Zustand und Botschaft. Leben als Erfahrung – und Lebenszeichen als Beweis, dass jemand noch da ist.

    Songs aus der Zwischenzeit

    Die Stücke der EP erzählen keine lineare Geschichte. Vielmehr zeichnen sie ein emotionales Panorama einer Phase, in der vieles zerbricht und sich gleichzeitig Neues formt.

    Der Auftakt „Papierboot im Ozean“ beschreibt das Gefühl völliger Ausgesetztheit – ein Bild für das Treibenlassen in einem Meer aus Unsicherheit. Darauf folgt mit „Sternenflüstern“ ein nachdenklicher Blick zurück, eine nächtliche Ballade über Erinnerung und leise Verbundenheit.

    Mit „Masken der Liebe“ wird der Ton kritischer. Hier entlarvt Korz die emotionalen Rollenbilder und Illusionen, die Beziehungen prägen können. Der Song wirkt wie ein Moment der Erkenntnis – schmerzhaft, aber befreiend.

    „In dieser Zeit“ dagegen hält inne. Der Song beschreibt das Ausharren in einem Moment, in dem nichts entschieden scheint. Stillstand wird hier nicht als Schwäche verstanden, sondern als notwendiger Raum zwischen Vergangenheit und Zukunft.

    Der Abschiedssong „Komm lass uns tanzen“ führt diese Gedanken weiter. Statt dramatischer Trennungsgeste steht hier ein würdevoller Abschied – ein letztes gemeinsames Innehalten, bevor sich Wege trennen.

    Ein stilles Nachwort

    Den Abschluss bildet „Du gehörst zu mir“, ein Song, der wie ein leises Nachwort wirkt. Entstanden im internationalen Dramedy-Projekt Bernd Bridges, entwickelte Korz gemeinsam mit dem Produzenten und Songwriter Adam Kesselhaut eine neue musikalische Grundlage für den Titel.

    Der Text entstand in Zusammenarbeit mit Faye Montana, Adam Kesselhaut und Bernd Korz selbst – und bleibt dennoch unverkennbar in Korz’ Handschrift verankert.

    „Du gehörst zu mir“ ist dabei kein klassisches Liebeslied. Es geht weniger um Besitz als um Vertrauen. Um Nähe ohne Zwang, um Offenheit und um das Fallenlassen von Schutzschichten.

    Ein Debüt ohne Maske

    Ein zentraler Aspekt von Korz’ Musik ist seine kompromisslose Ehrlichkeit. Der Musiker lebt mit dem Tourette-Syndrom – ein Umstand, der seine Kunst unmittelbar prägt.

    Verstellung ist für ihn keine Option. Die Songs auf „Leben(s)zeichen“ verzichten deshalb bewusst auf große Inszenierungen oder pathetische Gesten. Stattdessen dominieren reduzierte Texte, klare Bilder und eine Atmosphäre, die eher flüstert als ruft.

    Gerade diese Zurückhaltung verleiht der EP ihre Stärke: Sie wirkt wie ein musikalisches Tagebuch, das nicht beeindrucken will, sondern verstanden werden möchte.

    Sprache als emotionales Werkzeug

    Ein weiteres Merkmal von Korz’ Arbeit ist seine Mehrsprachigkeit. Er schreibt und interpretiert seine Songs in Hochdeutsch, Pfälzisch und Englisch.

    Für ihn ist das kein stilistisches Experiment, sondern eine Frage der Präzision:

    Manche Gefühle brauchen die Klarheit des Hochdeutschen, andere die Erdung des Dialekts – und wieder andere die Weite der englischen Sprache.

    So existieren auch die Songs von „Leben(s)zeichen“ in verschiedenen Sprachfassungen, die jeweils neue emotionale Nuancen eröffnen.

    Zwischen Folk, Chanson und moderner Liedpoesie

    Musikalisch bewegt sich Bernd Korz in einem Raum zwischen Folk, Chanson und moderner Singer-Songwriter-Tradition. Begleitet von seiner Tenor-Gitarre – einem vergleichsweise seltenen Instrument – entsteht ein Klangbild, das bewusst reduziert bleibt und den Texten Raum gibt.

    Vergleiche mit Künstlern wie Rio Reiser oder Herbert Grönemeyer liegen nahe, doch Korz verfolgt einen eigenen Ansatz: leise, poetisch und unbeirrbar persönlich.

    Ein künstlerisches Lebenszeichen

    „Leben(s)zeichen“ ist mehr als ein Debüt. Es ist eine Momentaufnahme eines Menschen, der in der Musik eine Sprache gefunden hat, um Brüche, Zweifel und Hoffnung auszudrücken.

    Vielleicht ist genau das die Stärke dieser EP:

    Sie versucht nicht, Antworten zu geben. Sie zeigt lediglich, dass jemand noch da ist – und dass auch das bereits ein Zeichen von Leben sein kann.

  • KESSELHAUT veröffentlicht „I’m Stuck in Love with You”

    KESSELHAUT veröffentlicht „I’m Stuck in Love with You”

    Mit „I’m Stuck in Love with You” veröffentlicht KESSELHAUT eine neue Single über Crazy Planet Records. Der Song wirkt täuschend einfach — und genau darin liegt seine Stärke. Der Text spielt mit dem Wort „stuck”: festgeklebt beim Tanzen, festgeklebt beim Lächeln, festgeklebt beim Segeln über Ozeane. Ein Songwriting, das an Tom Waits’ frühe Balladen erinnert, aber durch jugendliche Leichtigkeit gebrochen wird.

    Der Sound

    Der Track schwebt. Die Instrumentierung ist zurückhaltend: sanfte Akkorde, die Raum lassen, dezente rhythmische Elemente, die vorwärtstreiben ohne zu überladen.

    Und dann die Chöre. Die Hintergrundstimmen bilden einen vierstimmigen Chor, gesungen von KESSELHAUTs achtjähriger Tochter Amina — ihre zweite Zusammenarbeit nach „Big Love”. Die kindlichen Stimmen sind nicht perfekt im professionellen Sinne, aber genau deshalb bewegend. Sie bringen eine Unschuld in die Aufnahme, die die Thematik perfekt unterstreicht. Die „Oohs” am Ende sind wie ein musikalisches Seufzen

    BEWAKE und die Berliner Szene

    Wer die Geschichte der BEWAKE Studios in Kreuzberg kennt, weiß um die Bandbreite an Künstlern, die dort aufgenommen haben. Die Studios an der Forsterstraße haben deutschen HipHop produziert, moderne Pop-Produktionen beherbergt, internationale Indie-Künstler angezogen.

    Berlin ist ein Schmelztiegel: Parcels, die australischen Disco-Funk-Wunderkinder, die hier ihre Wahlheimat fanden. Alice Phoebe Lou, die südafrikanische Straßenmusikerin von der Warschauer Brücke, die heute ausverkaufte Planetarium-Konzerte spielt. Christian Lillinger, den der Spiegel als „vollkommen neuen Typ des Jazz-Schlagzeugers” bezeichnete. CassMae, die deutsche Sängerin, die mit indischen Interpretationen bis zum Premierminister Modi vorgedrungen ist.

    BEWAKE war stets ein Ort, an dem diese Welten aufeinandertrafen. Als erstes Studio weltweit installierten sie Meyer Sounds Spacemap Go — ein System, das Mouse on Mars in ihrer Paraverse-Residenz nutzten. Die Studer 903 Konsole, das Herzstück des Studios, prägte unzählige Aufnahmen. Die Neumann U67 und U87 Mikrofone fingen Stimmen mit einer Intimität ein, die man in überproduzierten Pop-Produktionen selten findet.

    Mittendrin: KESSELHAUT, der als Co-Founder und Managing Director jahrelang andere Künstler betreute — und dabei seine eigene musikalische Vision entwickelte.

    Der Bruch

    Nach Jahren der Zusammenarbeit mit Martin „Lucky” Waschkowitsch bei BEWAKE ist diese Single die erste mit einem neuen Produzenten: Jaxon M. Bellina.

    Bellinas Credits: Co-Produktion von Sugababes’ „In the Middle” und Girls Alouds „Something Kinda Ooh” — beide UK Top 10. Arbeit mit Xenomania für Pet Shop Boys, Franz Ferdinand, Kylie Minogue. Releases auf Mau5trap mit MOGUAI und Phil Fuldner, an Hits wie „U Know Y” und „Get:On”.

    Die Zusammenarbeit kam über Matt Mueller von Crazy Planet Records zustande — demselben Label, das auch CassMae betreut. Mueller erkannte in KESSELHAUTs Material etwas, das einen moderneren Ansatz verdiente.

    Von Indie zu Pop

    BEWAKE stand für organischen, warmen Sound. Bellinas Ansatz ist schlanker, präziser, gegenwärtiger — ein Sound aus der EDM-Welt, adaptiert für Singer-Songwriter.

    KESSELHAUTs Stimme bleibt das Zentrum. Sie ist nicht jugendlich, aber auch nicht alt. Sie hat Reife und Verletzlichkeit. Diese Stimme in einen modernen Klangkontext zu setzen, erzeugt Spannung.

    Die Produktion atmet. Sie umschmeichelt die Stimme mit Synthesizer-Flächen und elektronischen Texturen, ohne sie zu ersticken. Die Drums sind programmiert, aber nicht maschinell — sie haben Swing. Die Harmonien bauen sich auf, erreichen ihren Höhepunkt im Refrain, fallen zurück.

    Eine Botschaft

    Wie alle aktuellen Werke von KESSELHAUT ist auch dieser Song als Botschaft an seine Töchter gedacht. Er handelt von dem Moment, als er ihre Mutter kennenlernte. Hals über Kopf. Das Leben veränderte sich: Sie wurde schwanger, sie heirateten, zwei Kinder.

    Heute leben sie getrennt, aber ihre Leben bleiben verwoben — „stuck as if by glue”. Eine moderne Familienkonstellation, die KESSELHAUT ohne Bitterkeit beschreibt.

    „Ich möchte, dass meine Töchter verstehen, dass ihr Vater auch nur ein Mensch ist, der diese romantischen Gefühle hat. Und ich möchte ihnen Raum geben für ihre eigenen romantischen Gefühle im Laufe ihres Lebens.”

    Die Lyrics

    Die Lyrics arbeiten mit Wiederholungen und Variationen. Das „If I loved you” der ersten Strophen wird zum „If I let myself” — eine Verschiebung vom Hypothetischen zum Aktiven. Der Protagonist trifft eine Entscheidung. Das „stuck” wird zum Leitmotiv: stuck dancing, stuck smiling, stuck sailing. Ein Wort mit negativen Konnotationen, hier umgedeutet zum Ausdruck von Freude.

    Was kommt

    Eine EDM-Version, ebenfalls von Bellina produziert, erscheint demnächst über Crazy Planet Records. Bei Erfolg plant KESSELHAUT eine Stripped-Down-Version — nur Klavier und Stimme. Eine Demonstration, dass die Stärke des Songs in der Komposition liegt, nicht nur in der Produktion.

    Veröffentlichungsdatum: TBA

    Label: Crazy Planet Records (V2)

    Produktion: Jaxon M. Bellina & KESSELHAUT

    Aufgenommen in: BEWAKE Studios, Berlin

    contact@kesselhautmusic.com | www.kesselhautmusic.com

  • Komm Lass Uns Tanzen – Bernd Korz’ zärtlicher Tanz durch das Zwischenland von Liebe und Abschied

    Komm Lass Uns Tanzen – Bernd Korz’ zärtlicher Tanz durch das Zwischenland von Liebe und Abschied

    Es gibt Songs, die nicht einfach erzählt werden — sie müssen erlebt werden. Komm lass uns tanzen ist so einer. Mit seinem neuen Track führt Singer-Songwriter Bernd Korz die Zuhörer in ein emotionales Zwischenland: jenseits von klassischer Liebesrhetorik, dort, wo Nähe und Loslassen selten klar zu trennen sind. Anders als viele seiner Vorgänger ist dieser Song kein einfaches Liebeslied, sondern ein poetischer Tanz auf den Trümmern einer Liebe — ein Moment des Innehaltens im Abschied.

    Ein poetischer Tanz im Schatten der Nacht

    „Gestern Abend, saßen wir in der Küche / Du sagtest nur, dass du mich nicht mehr liebst“ — so beginnt Komm lass uns tanzen mit einer Szene, die fast banal wirkt, und doch ein ganzes Universum an Gefühl freilegt: Nähe und Leere zugleich, Alltag und Herzschmerz. Korz’ Stimme, rau und zärtlich zugleich, trägt die Zeilen wie ein stilles Geständnis, das zwischen Resignation und einer leisen Hoffnung pendelt. Der Song zeigt damit die Verletzlichkeit des Moments, in dem Worte versagen und doch noch ein letzter Tanz möglich scheint.

    Im Refrain wird diese Spannung zur Einladung:

    „Komm, lass uns tanzen … tanzen in der Dunkelheit / Vergessen, was war, bis der Morgen erwacht.“

    Hier verwandelt sich Abschied in Bewegung, Stillstand in Rhythmus, Schmerz in Schönheit — ein letzter gemeinsamer Augenblick, der sich eher als Zustand denn als Ereignis begreift. Die Musik begleitet diesen Bogen mit reduzierten Arrangements: sanfte Gitarren, ein pulsierendes Klavier, dazu eine Stimme, die flüstert, bricht und zugleich trägt.

    Mehr als ein Abschied — ein Lied über das Dazwischen

    Wie schon bei seinen vorherigen Songs — etwa Papierboot im Ozean oder Sternenflüstern — vermeidet Korz einfache Antworten und große Gesten. Er singt von dem, was bleibt: von Sehnsucht, von der Erinnerung, von Geborgenheit im Ungewissen. In Komm lass uns tanzen wird der Abschied nicht als Endpunkt verstanden, sondern als Moment, in dem Raum entsteht — Raum für Träume, für schweigende Nähe, für das, was unausgesprochen ist.

    Der Song zeigt einmal mehr, wie Korz seine Musik als Sprachrohr zwischen Emotion und Erfahrung nutzt: nüchtern in der Beobachtung, poetisch in der Sprache, eindringlich in der Wirkung. Wie bei In dieser Zeit oder Masken der Liebe beweist er damit, dass Musik mehr sein kann als Melodie und Refrain — sie kann ein Raum sein, in den der Zuhörer selbst hineingeht und dort verweilt.

    Ein Song für die Dunkelheit — und das Licht danach

    Komm lass uns tanzen ist kein Lied der Dramatisierung, sondern der Entblößung: ein Stück, in dem aus Verletzlichkeit Stärke wird, aus Schweigen ein Tanz, aus Abschied ein Moment der Nähe. In einer Welt, in der Musik oft laut, schnell und oberflächlich sein muss, ist dieser Track ein Akt des Lauschens — eine Einladung, sich auf den eigenen Rhythmus einzulassen, selbst wenn der Boden unter den Füßen unsicher ist.

    Der Song erscheint am 23. Januar 2026 auf allen gängigen Streaming-Plattformen.

    Die Homepage von Bernd und weitere Songs von ihm gibt es hier.

  • „Liebe als Verb“ – Wie KESSELHAUT zeigt, dass Liebe mehr ist als Gefühl

    „Liebe als Verb“ – Wie KESSELHAUT zeigt, dass Liebe mehr ist als Gefühl

    Liebe ist ein komplexes Gefühl – manchmal warm, manchmal kalt, immer ambivalent. Doch was, wenn sie nicht nur im Herzen liegt, sondern auch im Handeln? In seinem neuen Song „Big Love“ geht der Künstler KESSELHAUT eine radikale These an: Liebe ist kein Zustand, sondern ein Verb. Ein Verb, das wir täglich ausüben – selbst dann, wenn das Gefühl fehlt.

    Im Interview für die „Klangrevolution“ erklärt KESSELHAUT, warum er den Song in der Weihnachtszeit veröffentlichte und warum er die Welt mit kleinen Taten zusammenhält.

    Liebe ist nicht nur Gefühl – sie ist Tat

    KESSELHAUT beginnt mit einer provokanten These: „Es ist eigentlich ein Song darüber, wie Liebe funktioniert, wenn das Gefühl mal nicht da ist.“ Und genau darin liegt die Pointe.

    Während wir oft zwischen romantischer Zuneigung, Sehnsucht und romantischem Kitsch schwanken, zeigt der Künstler, dass Liebe ihre größte Wirkung entfaltet, wenn sie aktiv gelebt wird. Nicht als ständiges Warten auf das „richtige“ Gefühl, sondern als tägliche Entscheidung.

    „Wenn man trotzdem freundlich bleibt. Wenn man sich um jemanden kümmert, obwohl man müde ist. Wenn man verzeiht, obwohl man verletzt wurde. Das sind für mich die Momente, in denen Liebe wirklich sichtbar wird.“

    Das ist keine leere Philosophie – es ist eine praktische Anleitung, wie wir Beziehungen, Familie und sogar Gesellschaft gestalten können.

    Von der elterlichen Liebe zur Liebe der Welt

    KESSELHAUT verbindet in „Big Love“ persönliche Erfahrungen mit einer universellen Botschaft. Sein vorheriger Song „You Are My Daughter“ war eine intime Liebeserklärung an seine Töchter – eine Erinnerung daran, wer sie sind und was sie wert sind. Doch „Big Love“ schaut weiter: in die Zukunft, in die Hände derer, die kommen werden.

    „Ich wollte ihnen etwas mitgeben: dass ihr größtes Geschenk – ihre Kraft – darin liegt, Liebe zu leben. Nicht nur zu fühlen.“

    Die Botschaft ist klar: Liebe ist kein Erbe, das man übergibt, sondern eine Haltung, die man weitergibt. Und diese Haltung gilt nicht nur für Eltern-Kind-Beziehungen, sondern für alle Formen von Liebe – zwischen Freunden, Musikern, sogar zwischen Menschen und der Gesellschaft.

    KESSELHAUT betont: „Es gibt so viele Formen von Liebe. Emotionale, romantische, platonische, elterliche. Aber sie sind alle aktiv. Sie sind Taten.“

    Liebe als Gegenmittel gegen Einsamkeit und Macht

    In einer Zeit, in der Technologie uns verbinden kann, aber menschliche Verbindungen bröckeln, ist diese Botschaft besonders dringend. KESSELHAUT sieht in „Big Love“ eine politische und spirituelle Botschaft:

    „Wir leben in einer Zeit, in der vieles gleichzeitig großartig und furchtbar ist. Technologisch sind wir so weit wie nie zuvor, aber menschlich – da gibt’s große Risse. Und genau da kommt ‚Big Love‘ ins Spiel.“

    Er kritisiert, wie viele Menschen aus einem Loch heraus handeln – mit Macht, Kontrolle oder Geld, um das Gefühl der Unzulänglichkeit zu kompensieren. Doch Liebe ist das Einzige, was das Loch wirklich füllt.

    „Wenn Kinder Liebe nicht erfahren, werden sie Erwachsene, die sie nicht weitergeben können. Das ist der Kreislauf, den wir brechen müssen.“

    Doch statt moralischer Vorwürfe geht es um Handlungsaufforderung: Jeder Tag ist eine Entscheidung, Liebe zu leben – selbst wenn sie nicht fühlt.

    Weihnachten als Symbol für Wärme und Melancholie

    Der Song erscheint kurz vor Weihnachten – und das ist kein Zufall. KESSELHAUT erklärt, warum er diese Jahreszeit gewählt hat:

    „Es war mir wichtig, dass ‚Big Love‘ in dieser Jahreszeit rauskommt. Diese Mischung aus Wärme, Familie, Zusammenhalt – aber eben auch Melancholie. Viele Menschen fühlen sich gerade dann einsam oder überfordert. Ich wollte einen Song schreiben, der Trost spendet, ohne kitschig zu sein.“

    Weihnachten steht für Zusammenhalt, Geborgenheit und Hoffnung – aber auch für Verlust und Melancholie. KESSELHAUT verbindet diese Dualität: Liebe ist nicht nur Freude, sondern auch die Kraft, in schwierigen Momenten zu handeln.

    Liebe als tägliche Entscheidung – ein Moment der KESSELHAUT

    KESSELHAUT selbst erlebt diese Form der Liebe in vielen Situationen:

    „Viele. Oft nachts, wenn meine Kinder schlafen, und ich denke an die Welt, die sie erben werden. Oder beim Musikmachen mit Menschen, die ich liebe. Diese Verbindung – das gemeinsame Schaffen – ist auch eine Form von Liebe. Sie ist still, aber stark.“

    Er betont, dass Liebe kein Zustand, sondern eine Entscheidung ist:

    „Liebe als Handlung. Als Kraft, die uns aufrichtet. Deswegen heißt der Song ‚Big Love‘ – nicht, weil sie laut ist, sondern weil sie alles durchdringt, wenn man sie tut.“

    Fazit: Ein Song für die Welt, die wir brauchen

    In einer Zeit, in der wir uns oft in Einsamkeit, Überforderung und politischer Polarisierung verlieren, ist „Big Love“ eine Einladung zur Achtsamkeit. KESSELHAUT erinnert uns daran, dass Liebe nicht nur im Herzen liegt, sondern in den kleinen Taten, die wir jeden Tag vollbringen.

    Ob es um Freundlichkeit, Vergebung, Unterstützung oder sogar das Gute Tun für die Gesellschaft gehtLiebe ist aktiv. Sie ist tägliche Entscheidung. Und sie hält die Welt zusammen.

    Und das ist vielleicht der schönste Weihnachtsgedanke von allen:

    Du musst nicht perfekt fühlen, um gut zu handeln. Du kannst trotzdem lieben.

  • In dieser Zeit – Bernd Korz’ stille Revolution zwischen Dialekt und Universum

    In dieser Zeit – Bernd Korz’ stille Revolution zwischen Dialekt und Universum

    Es gibt Lieder, die man nicht hört – sondern erlebt. Lieder, die sich wie ein vertrautes Schweigen anfühlen, das plötzlich Worte findet. Bernd Korz’ neuer Track „In dieser Zeit“ ist so ein Moment: ein musikalisches Stillhalten, das mehr sagt als tausend Schreie. Gleichzeitig auf Hochdeutsch und Pfälzisch veröffentlicht, wird der Song zur doppelten Hymne – an das Ausharren, an die ungesagten Dinge, an die stille Kraft, einfach da zu sein. Und genau das macht ihn so radikal ehrlich.

    Zwei Sprachen, eine Wahrheit

    Korz, der Grenzgänger zwischen Literatur und Lied, zwischen Schmerz und Schönheit, beweist einmal mehr, dass Mehrsprachigkeit kein Stilmittel ist, sondern Notwendigkeit. „Kalter Kaffee, leerer Stuhl / Alles wie immer, still und kühl“ – die hochdeutsche Version wirkt wie ein lyrisches Geständnis, klar und universell. Doch im Pfälzischen wird dieselbe Zeile zu etwas Körperlichem, fast Greifbarem. Der Dialekt trägt hier nicht nur den Text, sondern die Emotion selbst: die Wärme der Heimat, die Schwere der Stille, den Schmerz, der im Hochdeutschen vielleicht zu glatt klingen würde.

    „Manche Dinge klingen im Dialekt nicht nur anders – sie fühlen sich anders an“, sagt Korz. Und genau das ist der Clou: „In dieser Zeit“ ist kein Song, den man übersetzt. Er ist ein Gefühl, das in zwei Sprachen gleichzeitig existiert – wie ein Blick, der je nach Perspektive anders bricht, aber immer derselbe bleibt.

    Die Kunst des Schweigens

    Musikalisch ist der Track eine Studie in Reduktion: sanfte Gitarrenakkorde, ein Klavier, das wie ein Atemzug klingt, und Korz’ Stimme – mal flüsternd, mal brüchig, immer nah. Es ist kein Lied, das man mitsingt. Es ist eines, das man miterlebt, wie Korz selbst sagt. Die Melodie erinnert an die intimen Momente eines Philipp Poisel, doch die epische Tiefe der Texte ruft unweigerlich Rio Reiser wach. Oder, um es mit Korz’ Worten zu sagen: „Ein Lied, das zeigt, wie aus Verletzlichkeit Stärke wird.“

    Und genau das ist es, was seine Musik so einzigartig macht: Sie ist therapeutisch, ohne je therapeutisch zu klingen. Als Künstler mit Tourette-Syndrom nutzt Korz die Bühne seit jeher als Ventil – doch „In dieser Zeit“ ist kein Song der Lautstärke, sondern der Stille. Ein Innehalten. Ein „Ich bleibe hier, auch wenn es mich zerbricht“, das mehr Mut braucht als jeder Aufschrei.

    Warum dieser Song jetzt wichtig ist

    In einer Zeit, in der Musik oft laut, schnell und oberflächlich sein muss, ist „In dieser Zeit“ ein Akt des Widerstands. Ein Lied über das Bleiben, wenn alles flüchtig wird. Über leere Räume, die plötzlich voller Bedeutung sind. Über die stille Revolution, einfach da zu sein – für sich selbst, für andere, für den Moment.

    Korz, der mit 50 seine musikalische Stimme fand und heute eine der ungewöhnlichsten Stimmen der deutschen Szene ist, beweist damit erneut: Kreativität hat kein Verfallsdatum. Und echte Emotionen brauchen keine Maske. „Musik ist meine Sprache – und ich spreche sie in allen Facetten“, sagt er. „Auch in denen, die wehtun.“

    Genau das macht „In dieser Zeit“ so berührend: Es ist kein Liebeslied. Es ist ein Lebenslied. Ein Song, der uns daran erinnert, dass das Wichtigste oft das ist, was wir nicht sagen. Und dass manchmal die größte Kraft darin liegt, einfach auszuhalten.

    Pre-Save Link gibt es hier

  • „Masken der Liebe“ – Bernd Korz entlarvt die tödlichen Spiele der Leidenschaft

    „Masken der Liebe“ – Bernd Korz entlarvt die tödlichen Spiele der Leidenschaft

    Wenn die Liebe zur Falle wird: Bernd Korz‘ düstere Hymne an die Fallstricke der Zuneigung

    Mit „Masken der Liebe“ legt Bernd Korz einen Song vor, der keine romantische Verklärung duldet. Nach den poetischen Nachtballaden „Sternenflüstern“ (eine Hommage an Rio Reiser) und dem sehnsuchtsvollen „Papierboot im Ozean“ zeigt der Singer-Songwriter nun seine schärfste, schonungsloseste Seite – und beweist einmal mehr, warum seine Texte zu den literarischsten des deutschen Singer-Songwriter-Genres zählen.

    Die Spinne und ihr Netz: Eine Metapher, die unter die Haut geht

    „Du kommst wie ein Sturm / versprichst uns das Paradies / doch hinterlässt nur Trümmer“ – mit diesen Zeilen entwirft Korz das Bild einer Liebe als Jägerin, die ihre Beute erst verführt, um sie dann zu verschlingen. Die Spinne als zentrales Symbol ist kein Zufall: „Liebe kann wie ein schönes Netz sein, das dich einhüllt – bis du merkst, dass du gefangen bist“, erklärt Korz. „Und dann kommt der Biss.“

    Musikalisch untermalt er diese düstere Botschaft mit einem hypnotischen Soundteppich aus Tenor-Gitarren, sphärischen Synths und einem treibenden Rhythmus, der wie ein unaufhaltsames Schicksal wirkt. Besonders eindringlich: die Bridge („Ich dachte, ich kenne dich / hatte dir so oft vertraut – / doch du hast Masken getragen, / und ich hab’s erst jetzt durchschaut“), die wie ein später Erkenntnisblitz wirkt.

    Zweisprachig und schonungslos ehrlich

    Wie schon bei seinen vorherigen Veröffentlichungen erscheint „Masken der Liebe“ in zwei Versionen:

    • Hochdeutsch für die klare, ungeschönte Botschaft,
    • Pfälzisch, weil die raue, erdige Sprache des Dialekts die Gefahr im Text noch greifbarer macht. „Die Pfälzische Version klingt, als würde die Spinne direkt in dein Ohr flüstern“, sagt Korz – und tatsächlich wirkt die Dialektfassung noch unmittelbarer, bedrohlicher.

    Dazu gibt es einen Remix von Martin Waschkowitsch (Mr. LuckyLoop), der die düstere Ballade in einen dunkeln, tanzbaren Groove verwandelt – als würde die Spinne ihr Netz im 4/4-Takt weben. „Der Remix zeigt, dass selbst die gefährlichsten Dinge verführerisch klingen können“, so Korz.

    Tourette als künstlerische Triebkraft: Warum Korz keine Masken tragen kann

    Was diesen Song besonders macht, ist die unerbittliche Ehrlichkeit, mit der Korz die Lügen der Liebe entlarvt. Als Künstler, der seit seiner Kindheit mit dem Tourette-Syndrom lebt, kennt er die Erschöpfung des Verstellens nur zu gut. „In einer Welt, in der alle Masken tragen, bin ich gezwungen, immer ich selbst zu sein“, sagt er. „Das macht mich vielleicht anstrengend – aber auch ehrlich.“

    Diese Unfähigkeit zur Verstellung prägt seine Musik: „Masken der Liebe“ ist kein Song über eine enttäuschte Liebe, sondern über das System der Täuschung in Beziehungen. „Wir alle spielen Rollen – bis jemand kommt, der sie durchschaut“, sagt Korz. „Und manchmal ist dieser Jemand man selbst.“

    Kein Liebeslied, sondern ein Befreiungsschlag

    „Masken der Liebe“ ist kein klassisches Liebeslied, betont Korz. „Es ist ein Song über den Moment, in dem man merkt: Was ich für Liebe hielt, war vielleicht nur ein Spiel. Aber es ist auch ein Song über die Befreiung – denn wenn die Maske fällt, bleibt die Wahrheit. Und die ist immer besser als die Lüge.“

    In einer Zeit, in der Dating-Apps und Social Media uns zu perfekten Fassaden zwingen, ist dieser Song ein musikalischer Weckruf. Korz – selbst ein Künstler, der keine Masken tragen kann – macht daraus eine Tugend: „Erst wenn wir aufhören, uns zu verstellen, finden wir das, was wirklich zählt.“

    Fazit: Ein Song, der unter die Haut geht

    Mit „Masken der Liebe“ beweist Bernd Korz einmal mehr, dass er mehr ist als ein Singer-Songwriter – er ist ein Chronist der menschlichen Seele, der Schönheit und Schmerz gleichermaßen einfängt. Die literarische Tiefe seiner Texte, kombiniert mit einer musikalischen Intensität, die zwischen Folk, Chanson und Dark Pop oszilliert, macht diesen Song zu einem seiner eindringlichsten Werke.

    „Masken der Liebe“ erscheint am 31. Oktober 2025 auf allen Streaming-Plattformen, auf alugha (Hochdeutsch/Pfälzisch) und als Mr. LuckyLoop Remix.


    Mehr von Bernd Korz auf klangrevolution.de:

  • „You Are My Daughter“ – Ein neues Kapitel in Kesselhauts künstlerischer Reise

    „You Are My Daughter“ – Ein neues Kapitel in Kesselhauts künstlerischer Reise

    Eine Analyse von Bernd Korz, Head of Klang Revolution

    Wenn ein Künstler nach Jahrzehnten des Schreibens, Produzierens und Komponierens zu einer radikal persönlichen Arbeit zurückkehrt, lohnt es sich, genau hinzuhören. Kesselhaut, dessen Name längst für ein außergewöhnliches Gespür für Melodie und Sprache steht, veröffentlicht mit You Are My Daughter nicht nur einen Song, sondern ein künstlerisches Statement: schlicht, roh, emotional – und doch universell.

    Der Ausgangspunkt: Vatersein als künstlerisches Fundament

    Der Song wurzelt tief in einer biografischen Erfahrung: Kesselhaut ist Vater zweier Töchter. Vatersein ist für ihn kein Nebenschauplatz, sondern Zentrum seiner Existenz – und genau hier setzt You Are My Daughter an. Anders als in vielen Popsongs, in denen „Liebe“ fast ausschließlich romantisch gedacht wird, verschiebt Kesselhaut die Perspektive auf die bedingungslose, schützende und zugleich verletzliche Liebe zwischen Eltern und Kindern.

    Dieses Thema ist nicht nur privat. In einer Zeit, in der Familienstrukturen unter Druck geraten, Social Media den Selbstwert Jugendlicher prägt und psychische Krisen im Jugendalter zunehmen, wirkt ein Song wie dieser fast wie ein Gegengewicht – ein musikalischer Leuchtturm.

    Von Meditation zur Melodie: Der kreative Prozess

    Der Ursprung des Songs ist fast mystisch. Während einer Meditation zwischen seinen beiden Töchtern hörte Kesselhaut die Worte „I am your daughter, I am your this, I am your that“. Diese innere Stimme bildete den Keim für ein Lied, das zunächst gar nicht für ihn allein gedacht war. Statt den Text selbst zu vollenden, übergab er die Idee an eine junge Songwriterin, die den Mut hatte, aus ihrer eigenen Perspektive zu schreiben.

    Das Ergebnis: rohe, dunkle, beinahe schmerzhafte Texte – wie ein Brief an einen Vater. Dieses Spannungsfeld zwischen Kesselhauts sicherer, väterlicher Position und den verletzlichen, jugendlichen Zeilen seiner Co-Autorin macht den Song so kraftvoll. Er trägt die Authentizität beider Stimmen in sich: des erfahrenen Vaters und des suchenden Kindes.

    Klangästhetik: Weniger ist mehr

    Musikalisch wählt Kesselhaut den radikalen Weg der Reduktion. Keine überbordenden Arrangements, keine dichten Produktionen – stattdessen Klavier und Stimme oder Gitarre und Stimme. Diese Schlichtheit lenkt den Fokus auf das, was ihn seit jeher auszeichnet: sein Songwriting.

    Die Produktion ist zurückhaltend und dient dem Text. Jeder Akkord, jede Pause verstärkt die Intimität. In einer Musikwelt, die oft von Effekten überladen ist, wirkt You Are My Daughter wie eine bewusste Abkehr – eine Rückbesinnung auf das Wesentliche.

    Zwischen Abschied und Neubeginn

    Um die Bedeutung von You Are My Daughter zu verstehen, muss man Kesselhauts bisheriges Schaffen betrachten. Sein Album Mother war eine Hommage an seine Mutter, entstanden in Zusammenarbeit mit Hazelwood Vinyl Plastics – und zugleich ein Werk des Abschieds, denn er musste es nach ihrem tragischen Tod veröffentlichen.

    Nun, mit You Are My Daughter, öffnet sich ein neues Kapitel. Der Blick richtet sich nicht mehr zurück, sondern nach vorn: vom Sohn zur Vaterrolle, vom Abschied zum Leben. Das Lied markiert diesen Übergang mit fast schon zeremonieller Klarheit.

    Der größere Traum: Songs, die weiterleben

    Kesselhaut betont, dass er sich Songs wünscht, die „in vielen Stimmen weiterleben“. You Are My Daughter ist in diesem Sinne kein abgeschlossenes Werk, sondern eine Einladung. Andere Künstler:innen sollen es aufnehmen, interpretieren, neu beleben. Es ist ein Stück, das für unterschiedliche Kulturen, Sprachen und Stimmen offensteht – und das dank Alughas multilingualen Tools tatsächlich die Welt erreichen kann.

    Fazit: Authentizität als Rebellion

    In einer Musikindustrie, die oft nach schnellen Trends und massenkompatiblen Sounds sucht, setzt Kesselhaut auf Authentizität, Reduktion und echte Themen. You Are My Daughter ist keine leichte Kost, sondern ein Lied, das Zuhörer:innen fordert – und gerade deshalb nachhaltig wirkt.

    Es ist ein Song über Vaterschaft, über Verantwortung, über Dunkelheit und Hoffnung. Aber mehr noch: Es ist ein Stück, das zeigt, wie Songwriting über persönliche Geschichten hinaus universelle Wahrheiten ans Licht bringen kann.

    Mit You Are My Daughter beweist Kesselhaut, dass er nicht nur für andere Hits schreiben kann, sondern als Künstler selbst eine Stimme hat, die berührt, irritiert und inspiriert.

  • Sternenflüstern: Bernd Korz ehrt Rio Reiser mit neuer, poetischer Nachtballade

    Sternenflüstern: Bernd Korz ehrt Rio Reiser mit neuer, poetischer Nachtballade

    Am 26. September 2025 erscheint „Sternenflüstern“, die neue Single von Bernd Korz. Die selbstbewusst reduzierte Nachtballade verbindet Singer/Songwriter‑Intimität mit modernem Indie‑Pop und wird in zwei Sprachfassungen veröffentlicht: Hochdeutsch und Pfälzisch. Der Song ist zugleich eine persönliche Hommage an die Lieder, die Korz zeitlebens geprägt haben – allen voran Rio Reiser.

    Aufgewachsen mit deutschem Rock und Pop, gehören Namen wie Herbert Grönemeyer, Udo Lindenberg und Ideal zu den prägenden Größen in Korz’ musikalischer Sozialisation. Besonders tief hat ihn Rio Reiser berührt: „Junimond“ begleitete ihn über Jahre hinweg. Aus der Frage, wie man diese Inspiration würdevoll aufgreift, entstand nicht etwa eine Bearbeitung des Klassikers, sondern ein eigenständiges Werk. „Sternenflüstern ist für mich eine emotionale Reise zurück zu den Liedern, die mich geprägt haben, besonders zu Rio Reisers ‚Junimond‘. Es ist meine Weise, mit Respekt und Liebe diese Inspiration in mein eigenes musikalisches Universum zu holen“, sagt Bernd Korz.

    Entstehung und Produktion

    Die Produktion von „Sternenflüstern“ ist das Ergebnis einer engen Kooperation: Leonard Vaessen (Circus Electric, Vug), Bernd Korz und Adam Kesselhaut (BeWake Studios, Berlin) zeichneten gemeinsam verantwortlich für die Aufnahme des Songs. Leonard Vaessen war als Mixing‑Engineer tätig und steuerte Schlagzeug, Tasten und Bass bei. Die akustischen und elektrischen Gitarren spielte Adrian Dehn (u. a. The White Dukes), dessen markantes Gitarrenspiel dem Arrangement zusätzliche Nuancen verleiht.

    Instrumental setzt der Track auf eine warme, organische Basis: akustische und elektrische Gitarre, Klavier und Elektroklavier, Bass und Schlagzeug formen eine Klanglandschaft, die Raum für die Stimme und die poetischen Bilder der Lyrics lässt. Der Aufbau (ruhige, erzählerische Strophen, singbarer Refrain, erzählende Bridge und Outro) folgt einer klassischen Songstruktur, die zugleich moderne Arrangements und Produktionsdetails integriert.

    Musikalische Einordnung

    Musikalisch bewegt sich „Sternenflüstern“ zwischen Singer/Songwriter‑Ballade und Indie‑Pop – eine Kombination, die den emotionalen Kern der Stücke betont, ohne auf zeitgemäße Klangfarben zu verzichten. Die Melodie ist eingängig, der Refrain trägt eine melancholische Wärme. Durch die Zweisprachigkeit (Hochdeutsch und Pfälzisch) gewinnt der Song an Authentizität und öffnet sich zugleich regional verwurzelten wie überregionalen Zuhörer*innen.

    Text und Stimmung

    Die Lyrics zeichnen ein nächtliches Szenario: Sternenlicht, Sehnsucht, das Festhalten an Liebe und Erinnerung. Bilder wie „Sternenflüstern in der Dunkelheit“ und „mein Traum, der ewig weiterlebt“ transportieren eine melancholische Hoffnung, die das Stück prägt. Korz gelingt es, mit schlichten, dennoch prägnanten Motiven eine intime Atmosphäre zu schaffen, in der die Stimme und die erzählerische Haltung im Mittelpunkt stehen.

    Relevanz für Redaktion

    Radio & Playlists „Sternenflüstern“ eignet sich hervorragend für akustische Formate, Singer/Songwriter‑Playlists und Sendungen mit Fokus auf deutschsprachige Songwriter‑Musik. Die namhaften Mitwirkenden und die klare, radiofreundliche Produktion machen die Single auch für Magazin‑Features, Akustik‑Sessions und kuratierte Playlists interessant.

    Verfügbarkeit & Links

    Die Single „Sternenflüstern“ erscheint am 26.09.2025 auf allen großen Streaming‑Plattformen – darunter Spotify, Apple Music und Deezer. Die Sprachversionen in Hochdeutsch und Pfälzisch sind außerdem auf der Videoplattform alugha verfügbar. Pressetext, Pressefotos und Audiomaterial sind über SuperLifePromo erhältlich.

    Credits

    • Künstler: Bernd Korz
    • Text & Musik: Bernd Korz
    • Produktion: Leonard Vaessen · Bernd Korz · Adam Kesselhaut (BeWake Studios, Berlin)
    • Mixing & Instrumente: Leonard Vaessen – Schlagzeug, Tasten, Bass
    • Gitarre (akustisch & elektrisch): Adrian Dehn (u. a. The White Dukes)

    Bei Interesse an weiterem Material (Interview, Pressepaket, exklusive Akustikaufnahme) melde dich gern bei SuperLifePromo.

  • Emotional, authentisch und grenzenlos: Bernd Korz startet mit „Papierboot Im Ozean“ eine neue musikalische Reise

    Emotional, authentisch und grenzenlos: Bernd Korz startet mit „Papierboot Im Ozean“ eine neue musikalische Reise

    Mit seinem neuen Song „Papierboot Im Ozean“ läutet Singer/Songwriter Bernd Korz eine aufregende Release-Serie ein: In den kommenden sechs Monaten dürfen wir uns auf insgesamt sechs neue Songs freuen – und der Auftakt hat es schon in sich.

    Eine Stimme, die berührt – ein Leben mit musikalischer Energie

    Bernd Korz ist kein Künstler wie jeder andere. Als CEO der alugha GmbH und leidenschaftlicher Musiker hat er für sich einen Klang gefunden, der sich deutlich vom Mainstream abhebt: Tiefgründige deutsche Texte, in Hochdeutsch und im geliebten Pfälzer Dialekt, dazu der warme Sound seiner 4-saitigen Tenorgitarre oder das Klavier – fertig ist die Mischung, die authentisch, bewegend und einzigartig ist.

    Bernd weiß, wovon er singt: Seit seinem sechsten Lebensjahr lebt er mit dem Tourette-Syndrom. Was andere als Handicap empfinden würden, beschreibt er selbst als Geschenk und Energiequelle, die sein Leben und seine Kunst prägt. In schwierigen Phasen war es die Musik, die ihm half, Balance zu finden. Diese persönlichen Erfahrungen machen seine Songs spürbar ehrlich und emotional.

    Von der Pfalz in die Welt – Musik, die sprachliche Grenzen überwindet

    Obwohl Bernd erst nach seinem 50. Lebensjahr mit dem aktiven Musizieren begann, lässt er seitdem nichts aus: Seine Wurzeln reichen von Niedersachsen bis in die Pfalz, und so sind seine Lieder stets auch zwei Heimaten gewidmet. Dieses Bekenntnis zu Herkunft und Vielfalt spiegelt sich auch in seinen zweisprachigen Releases wider – alle Songs sind sowohl in Hochdeutsch als auch in Pfälzisch zu hören. Exklusiv gibt es sie sogar auf der Videoplattform alugha in beiden Versionen.

    Für Fans großer deutscher Songpoeten

    Wer gerne Lieder von Rio Reiser oder Herbert Grönemeyer hört, wird sich sofort in Bernd Korz’ neuem Song wiederfinden und wohlfühlen. Schon nach den ersten Takten spürt man die Nähe zu diesen großen Vorbildern: Die Texte sind poetisch und nahbar, die Melodie trägt eine emotionale Kraft, die sofort ins Herz trifft. Wie bei Reiser und Grönemeyer stehen Authentizität, Gefühl und die Liebe zur deutschen Sprache im Mittelpunkt – und doch bleibt Bernds Stil stets eigen und unverwechselbar.

    „Papierboot Im Ozean“ – Verletzlichkeit, Sehnsucht, Hoffnung

    Der Songtitel ist Programm: „Papierboot Im Ozean“ nimmt uns mit in die Fragilität von Liebe und Beziehungen. Die Metapher des zerbrechlichen Papierbootes auf dem weiten Meer steht für Unsicherheit und Verletzlichkeit, aber auch für die Hoffnung, nicht unterzugehen. Der Song besticht durch sanfte wie auch kraftvolle Passagen, die die Höhen und Tiefen der Gefühlswelt einfangen und Bernds Fähigkeit zeigen, große Emotionen in Melodien zu gießen.

    Übrigens: Zusätzlich zu den klassischen Versionen gibt es auch einen Remix, der einen modernen, beatstarken Twist liefert.

    Persönlich engagiert – Musik mit Botschaft

    Bernd setzt sich auch darüber hinaus ein: 2023 komponierte er etwa den Song „Coprophenomenon“ für die World Tourette Foundation. Mehrsprachig, engagiert und immer mit dem Ziel, mit Musik Brücken zwischen Menschen zu bauen. Für ihn ist Musik eben mehr als ein Hobby: Sie ist Ausdruck, Plattform und Möglichkeit, anderen Mut zu machen.

    Gemeinsam mit internationalen Künstlern

    Als Initiator der Bewake Studios in Berlin und Mitbegründer des Projekts „Bernd Bridges“ mit Adam Kesselhaut (u.a. Songwriter für globale Top-Acts) ist Bernd zudem bestens vernetzt. Entstanden sind dort bereits zahlreiche Songs, die über sprachliche und kulturelle Grenzen hinausgehen.

    Jetzt entdecken und Teil der Reise werden

    „Papierboot Im Ozean“ ist ab sofort auf sämtlichen Streamingdiensten verfügbar – in Deutsch, auf Pfälzisch und als Remix. Alle außergewöhnlichen Releases von Bernd Korz, exklusive Einblicke, Videos und spannende Einblicke in seine musikalische Welt gibt es außerdem auf berndkorz.de.

    Bleibt auf dem Laufenden:
    Folgt Bernd Korz auf Spotify, Apple Music, alugha, Instagram, Facebook und TikTok und verpasst keine News, Releases oder Videos!