Da gibt es die, die es übertrieben haben und die, die übertreiben. Letztere könnten aber auch eben diese sein, die eine Superlative geschaffen haben. Es wird einem immer Angst und Bange, wenn man Werbung von etwas hört und wenn die Dinge künstlich nach oben gepushed werden. Auf einmal war er da: AVATAR. Erst hört man nichts davon und auf einmal – wie aus heiterem Himmel spricht alle Welt davon. Ob da was dran ist? Oder ist das eine weitere Luftpumpe? Von einer Revolution war die Rede, von etwas nie da gewesenem. $300 Mio hat dieses Projekt verschlungen und man habe Wert auf jedes noch so kleine Detail gelegt. Eine Sprache wurde für die Na‘vi entwickelt von professionellen Sprachforschern. Ein Wald, wie es ihn nur im Paradis Eden zu geben scheint. Die Neugierde war geweckt und so zogen wir los, um uns enttäuschen zu lassen, oder?

Die Geschichte hinter dem Film:
Die Geschichte beginnt auf der Erde. Jake Sully (Sam Worthington) ist ein Soldat der nichts gefunden hat, was wert wäre zu kämpfen. Durch eine Verletzung landet er im Rollstuhl, er ist querschnittsgelähmt. Als die Chance kommt zum Planten Pandora zu reisen um an einem Bergbau zu arbeiten, stimmt er zu. Was an Pandora so wichtig ist? Ein Mineral, das es nirgendwo anders gibt. Pandora ist ein üppiger, aber schroffer Planet. Die Luft ist giftig für die Menschen, die Pflanzen und Kreaturen sind sehr gefährlich. Die Ureinwohner, blaue, riesige und menschenähnliche Kreaturen, die Na’vi genannt werden, sind nicht gerade erfreut über die Anwesenheit der Menschen.

Weil der Planet so gefährlich ist, wurden spezielle Anzüge entwickelt um die Bergabauarbeiter zu schützen. Eine Art von Klon-Programm wurde entwickelt, welche die DNA von Menschen und Na’vi kombiniert. Das Resultat ist ein geklonter Na’vi der ein Bewusstsein hat das dem originalen, menschlichen Klon-Material entspricht. Jake’s Bruder war Original-Geber und kontrollierte so einen Avatar. Da sein Bruder verstorben ist, fragte die Firma Jake ob er nach Pandora kommen will, da er die entsprechende DNA hat.

Einige Jahre später: Jake trifft auf Pandora ein. Er findet einen Ort von unbeschreiblicher Schönheit, wo die Wälder voller wilder Farben und Formen sind und die Flora und Fauna des Planeten in der Nacht biolumiszenieren und so einen leuchtenden Garten voller Wunder kreieren. Berge und riesige Bäume strecken sich bis zu dem Himmel. Als Jake für die Bergbau-Firma arbeitet, trifft er auf einen ViperWolf, einer von Pandora’s vielen Gefahren. Bevor die Kreatur Jake angegreifen kann, wird diese von einem Pfeil getötet. Dieser wurde von der weiblichen Na’vi (Zoe Saldana) abgefeuert, durch die Jake die wahren Seite des Planeten kennenlernt.

Die Na’vi leben in einer idealistischen Harmonie mit den Kreaturen von Pandora. Durch seine Rettung, sieht Jake die Arbeiten im Bergbau in einem neuen Licht. Er hat endlich etwas gefunden, das es wert ist dafür zu kämpfen. Aber den Na’vi’s zu helfen hätte einen großen Preis: Er könnte nicht für immer mit seinem Avatar bleiben. Wenn der Avatar schläft, erwacht Jake in seinem menschlichen Körper und befindet sich an einer Schnittstelle um sein Bewusstsein und den Avatar zu verbinden. Falls er die Na’vi im Krieg gegen die Menschen helfen wird, wird er die Option verlieren sein Avatar zu betretten und würde dort als bewegungslose Person festsitzen, ohne die Na’vi die er liebt…

Die Hauptrolle des Jake Sully wird Sam Worthington verkörpern, der derzeit in „Terminator: Die Erlösung“ zu sehen sein ist. In weiteren Rollen werden Zoe Saldana („Star Trek“) als Neytiri, Sigourney Weaver („Alien 1-4“) als Dr. Grace Augustine, Michelle Rodriguez („Fast and Furious“) als Trudy Chacon, Giovanni Ribisi („Public Enemies“) als Selfridge, Laz Alonsoals Tsu’Tey, Stephen Lang als Colonel Quaritch und Joel Moore als Norm Spellman mitwirken.

Regisseur von dem 200 Millionen US-Dollar teuren „Avatar“ ist der Meisterregisseur James Cameron, der Filme wie „Terminator 1-2“, „Titanic“, „True Lies“ und „Aliens“ inszenierte. Cameron arbeite schon seit 1995 an dem Film, doch er wollte warten bis die Technologie mit der er sein Projekt realisieren wollte, erweitert ist. Der Regisseur arbeitete eine lange Zeit an einer neuen, revolutionären Technik der Motion Capture mit der er an einem Monitor sehen konnte wie die virtuellen Charaktere mit der digitalen Welt des Filmes interagierten. Bei früheren Filmen die die Motion Capture-Technik verwendeten wurde die digitale Umwelt erst im Nachhinein eingefügt.

Quelle/Link:
SlashFilm

Was war nun Wirklichkeit davon und wie empfanden wir es?
Der Eintritt war schon recht happig, zwei Erwachsene, ein Jugendlicher. Hier waren schonmal 40 Euro weg. Auf die Frage warum das denn so teuer sei, wurde uns mitgeteilt, dass der Film es wert sei und wir einen Premieren-Zuschlag zahlen würden. Die Brille wäre dafür aber gratis und könne bei Bedarf behalten werden. Nun noch einen Eimer Popcorn und zweimal 0,75l Cola Zero und es kann losgehen.

Die Vorschau macht uns Angst. Es ist in 3D und schaut einfach furchtbar aus! Alles total verschoben und wir beginnen uns sofort zu fragen, ob das deren ernst ist. Der Beginn wird noch einmal verschoben, die Besucher können die 3D Brillen erst einmal wieder absetzen, es gäbe leichte „Justierungsprobleme“. Na das geht ja gut los! Dann, alles wird wieder richtig dunkel, es geht los. Oh, hier ist richtig 3D, und das ohne Rot/Grüne Brille, das schaut ja irre aus! Der Sound dazu, der Hammer. Also das Warten hat sich hier gelohnt und die 5 Minuten (so lange dauerte es in etwa), taten nicht mehr weh. Zunächst einmal fängt Jake an zu erzählen und es kommt unwillkürlich der Gedanke von Langweile auf, wird aber durch die unglaublich scharfen Bilder und den Sound schnell wieder ad Akta gelegt. Je weiter man den Film schaut, desto mehr vergessen wir die reale Welt um uns herum, wir tauchen förmlich in diesen Film ein, wir sind inmitten dieser unglaublichen Pflanzenwelt, ja, selbst den Regen könnte man fast auf seiner Haut spüren. Wie schon das DFS in seiner Werbung sagt: Wir sind „Mitten drin statt nur dabei“ und das in der Tat. Die Geschichte zieht sich wie ein Kaugummi, dies wird uns aber erst bewusst, als auf einmal der Film stehen bleibt und da das Gesicht von Jake‘s Avatar Gesicht im Riesenformat auf der Leinwand stehen bleibt. Pause? Was soll DAS denn? Jetzt schon? Wir schauen auf die Uhr: Nein! 1.5h lief der Film schon?? Man vergisst alles um sich herum und entzieht sich der erdlichen Rotation, die Zeit schien zu stehen.

15 Minuten geht die Pause schon, wir werden ungeduldig, wollen endlich wieder entfliehen, wollen zurück nach Pandora, in unsere neue Welt, ja, wir fühlen uns nach 1.5h in der Tat als ein Teil des Ganzen, so sehr hat uns dieser Film in einen Bann gezogen.

Es geht weiter. Rumms! Wir sind wieder mittendrin. Und das nach nicht einmal 2 Minuten. Liebeszenen sind eher das Ding meiner Frau, ich steh mehr auf VisualEffects und geilen Sound. Unser Sohn steht auf Action (naja, ich auch – irgendwie 😉 ). Aber egal was es ist, hier trifft jeden jedes Genre und wir kommen gemeinsam voll auf unsere Kosten. Alles ist irgendwie wirklich logisch aufgebaut. Die Amis sind die Bösen, die Navy ist knallhart und schießt alles nieder mit den besten Waffen, die man sich denken kann und die Na‘vi wehren sich mit Pfeil und Bogen. Was zunächst aussichtslos ausschaut mutiert zu einem blutigen Krieg der viele Opfer fordert. Es erinnert sogar an die Aussagen der US Army als es damals in Juguslavien zur Sache ging und man sagte, dieser Krieg wäre aussichtslos und sehr schwer zu führen, da man dort wie im Mittelalter gegen Waffen der Zukunft kämpfe. Doch Mut, Kraft, Ausdauer und eiserner Wille helfen den Na‘vi, Pandora zu vereinen. Natur, Tiere, Na‘vi, alles wird eins und bäumt sich gegen den unbesiegbaren Militärapparat auf und das mit Erfolg. Die Na‘vi gewinnen eine nahezu aussichtslose Schlacht und gewinnen ihr eigenes Land zurück.

Wer am Ende denkt, dass die Na‘vi sich mit dem Feind auf eine Ebene herablassen würde, täuscht sich. Es wird nach dem Ende der Schlacht nicht einfach alles niedergeschlagen und ermordet. Der Feind wird vom Planeten gejagt, zwar absolut bestimmend, aber ohne weiteres Blutvergießen.

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